Grabinschrift, Tanzenberg/St. Veit an der Glan
Zuordnung
Beschreibung
Diese Grabinschrift gilt einer Familie mit römischem Bürgerrecht, vermutlich ebenfalls einheimischer Herkunft. M. Ulpius Calendinus könnte während der Regierungszeit des Kaisers Trajan (98‒117 n. Chr.), der den Namen M. Ulpius Traianus führte, das Bürgerrecht erhalten haben. Die Familie der Ehefrau Iulia Valentina dürfte bereits unter einem der julischen Kaiser während der 1. H. des 1. Jhs. n. Chr. dieses Recht verliehen bekommen haben. Der Gentilname der Tochter Vipia Calendina ist bestimmt auf einen Schreibfehler des Steinmetz´ zurückzuführen, da es unwahrscheinlich ist, dass die Tochter einen anderen Gentilnamen als der Vater führt, noch dazu, wenn sich die Zunamen der beiden nur durch die Geschlechtsform unterscheiden; richtig ist daher wohl Ulpia.
Datierung
100 - 200 n. Chr.
Material / Technik
Material: Marmor aus Tentschach
Maße
Objektmaß: 50 x 60 x 17 cm
Klassifikation
Inventarnummern
Lap. 70
Inschrift
M(arcus) Ulpius / Calendinus et / Iul(ia) Valentina / v(ivi) f(ecerunt) sibi et Vipiae (sic!) Calendinae fil(iae) / an(norum) XX
Übersetzung: M. Ulpius Calendinus und Iulia Valentina haben (das Grabmal) bei Lebzeiten für sich und für die im Alter von 20 Jahren verstorbene Tochter Vipia Calendina errichtet.
Referenznr.: LUPA 2423
Standort
kärnten.museum
Zugehörige Highlights

