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Grabstele/Klagenfurt

Zuordnung
Beschreibung
Die in bescheidenen Maßen gehaltene Grabstele fand sich vor 1870 in der ständischen Burg in Klagenfurt; ihre Herkunft vom Zollfeld ist wahrscheinlich. Die Vorderseite der Stele ist geteilt: Zwei Drittel entfallen auf die oben mit einem Giebel geschlossene Bildnische, das untere Drittel ist der vierzeiligen Grabinschrift vorbehalten. Im Inneren der Bildnische darüber erscheint die wenig plastisch gearbeitete Büste der Vibenia Ursa, bekleidet mit einem übergeworfenen Mantel, unter dem an der Halspartie die Falten des Hauptgewandes hervorsehen. Auf dem massigen Hals sitzt der unproportioniert große und sehr derb gearbeitete Kopf, der etwas mehr als der Körper aus der Nische hervorragt. Die Gesichtszüge wirken plump, das Haar zeigt eine Scheitelfrisur mit nach rückwärts gekämmten welligen Strähnen. Als Schmuck dient ein Perlenhalsband. In der rechten Hand hält sie einen Granatapfel, in der linken einen Mohnkopf, beides Symbole der Fruchtbarkeit, welche hier wohl auf ein Fortleben nach dem Tode anspielen sollen. Kleiner Finger und Zeigefinger der linken Hand sind zur Corna, einer übelabwehrenden Geste, weggespreizt.
Datierung
etwa 2. Hälfte 2. Jh. n. Chr.
Material / Technik
Maße
Objektmaß: 50 x 28 x 16 cm
Klassifikation
Inventarnummern
Lap. 122
Inschrift
Vibeniae Ursae ob(itae) / an(norum) XXIII me(nsium) V d(ierum) III / Paternus v(ivus) f(ecit) con(iugi) / kar(issimae) Übersetzung: Der liebsten Gattin Vibenia Ursa, verstorben mit 23 Jahren, 5 Monaten und 3 Tagen, errichtete Paternus bei Lebzeiten (das Grabmal). Datierung Referenznr.: https://lupa.at/863
Standort
kärnten.museum
Zugehörige Highlights