Grabplatte mit Medaillonporträt, unbekannt, vermutlich Magdalensberg
Zuordnung
Beschreibung
In die nahezu quadratische, an den Ecken mit einer Rosette verzierten Platte ist ein Medaillon eingeschrieben, dessen Rand eine Blätterranke schmückt. Im Inneren des Medaillons erscheint, ziemlich plastisch herausgearbeitet, die Schulterbüste einer jungen Frau. Aus den Schultern ragt ein zarter, etwas zu lang geratener Hals auf, der den zierlichen, schmalen Kopf trägt. Als Kopfbedeckung dient die Modiushaube, eine eher seltene und bei norischen Frauen im Bereich von Virunum während des 1. Jhs. n. Chr. begegnende zylindrische Haubenform. Unter ihr wird die Frisur, eine Innenrolle, sichtbar und hinter den Ohren ein von der Haube herabfallender Schleier. Die nur mehr schlecht erkennbaren Einzelheiten des Kopfes zeigen ein jugendliches Gesicht mit vollem Mund, schmaler Nase und weitausladenden Brauenbögen.
Die Platte war ursprünglich in die Fassade eines Grabbaues eingefügt und ist vermutlich das früheste Beispiel für derartige Medaillongrabsteine aus dem römischen Kärnten; auch durch ihren vermutlichen Fundort begründet, ist eine Datierung nicht später als um die Mitte des 1. Jhs. n. Chr. wahrscheinlich.
Datierung
um 50
Material / Technik
Material: Marmor aus Gummern
Maße
Objektmaß: 59 x 52 x 17 cm
Geographischer Bezug
Klassifikation
Inventarnummern
Lap. 131
Inschrift
Referenznr.: LUPA 849
Standort
kärnten.museum
Zugehörige Highlights

