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Grabbaurelief, Zollfeld/Maria Saal

Zuordnung
Beschreibung
Die einem Grabmonument ursprünglich zugehörige, jetzt unten und rechts abgebrochene Platte enthält eine flache Nische, aus welcher das etwa halbplastische Bild einer Opferdienerin herausgearbeitet erscheint. Den linksseitigen Rand der Nische begleitet ein schmaler, hoher Opferaltar mit profiliertem Aufsatz, auf dem ein Weihrauchkästchen (acerra) mit geöffnetem Deckel steht; dieses ist außen verziert und besitzt gedrechselte Füßchen. Die Dienerin selbst steht frontal zum Beschauer, wendet jedoch den Kopf und den rechten Arm zum Altar hin. Ihre Kleidung entspricht der norischen Frauentracht des 1. Jhs. n. Chr. ‒ hier durch ein schürzenartiges Tuch vermehrt – und ist in allen Partien, sowohl der Gewandung wie auch des Schmuckes ‒ ein Halsband mit Lunula (Mondsichel)-Anhänger ‒, mit gewissenhafter Sorgfalt ausgearbeitet. Das Gesicht wurde ausdrucksvoll modelliert, die Haare sind in die Stirn und in einzelnen Strähnen auf die Schultern gekämmt. Der gesenkte linke Arm hält eine Opferserviette (mappa) in der Hand, der rechte Arm ist zum Altar geführt, seine Hand öffnet den Deckel des Weihrauchkästchens.
Datierung
Ende 1. Jh. n. Chr.
Material / Technik
Maße
Objektmaß: 63 x 48 x 19 cm
Inventarnummern
Lap. 20
Inschrift
Referenznr.: LUPA 935
Standort
kärnten.museum
Zugehörige Highlights