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Schädel (Cranium) eines Wollhaarnashorns (Coelodonta antiquitatis)
Zuordnung
Beschreibung
Als vor Hunderten von Jahren (die Quellen nennen die Jahre 1335, 1353 oder 1535) nahe Klagenfurt (wahrscheinlich sind die sogenannte Lindwurmgrube am Zollfeld oder der Südhang des Spitalbergs) ein gewaltiger Tierschädel gefunden wurde, brachte man diesen sogleich mit der Sage vom Lindwurm in Verbindung und stellte ihn stolz an einer Kette gehängt im Klagenfurter Rathaus zur Schau. Der Schädel diente auch als Vorlage des Lindwurmdenkmals am Neuen Platz, bis heute Wahrzeichen der Kärntner Landeshauptstadt. Dadurch gehört der Brunnen zu einer der ältesten Fossilrekonstruktionen.
Seinen Ursprung enträtselte erst der Grazer Professor Franz Unger, der im Jahr 1840 feststellte, dass es sich um den Schädel eines Wollhaarnashorns der letzten Eiszeit handelt – die Trophäe war zum Forschungsobjekt geworden.
Mit seinen inzwischen vermutlich fast 700 Jahren seit der Auffindung ist der „Lindwurmschädel“ eines der ältesten erhaltenen Fossilien aus Österreich – wenn nicht sogar das älteste überhaupt.
Datierung
Lebenszeit: Würmeiszeit
Fund, ca. 1335 - 1535
Geographischer Bezug
Klassifikation
Inventarnummern
Pal-2000
Zugehörige Highlights




