Grabinschrift, Zollfeld/Maria Saal
Zuordnung
Beschreibung
Die Grabinschrift ist in eine langrechteckige, seitlich durch Hängegriffe gekennzeichnete Tafel (tabula ansata) eingemeißelt und zierte den Grabbau für eine einheimische Familie, deren jüngere Mitglieder bereits das römische Bürgerrecht besaßen. Betrachtet vom Stifter des Grabdenkmals, Sarturonius Securus, aus, waren sein Vater Senicionius, seine Mutter mit dem keltischen Namen Vindruna und sein Großvater mit dem ebenfalls keltischen Namen Sarturo noch freie Einheimische ohne Bürgerrecht (peregrini). Als er dieses erhielt, bildete er seinen Gentilnamen Sarturonius offensichtlich vom Individualnamen seines Großvaters und fügte daran den Zunamen Securus; sein Bruder hieß danach Sarturonius Tertianus. Man spricht in solchen Fällen von Pseudogentilnamen. Ein solcher ist wohl auch der Name der Ehefrau Respectia gewesen, gebildet aus dem lateinischen Zunamen Respectus.
Datierung
100 - 200 n. Chr.
Material / Technik
Material: Marmor
Maße
Objektmaß: 34 x 146 x 21 cm
Klassifikation
Inventarnummern
Lap. 49
Inschrift
D(iis) M(anibus) Sarturonius Securus et / Respectia Festa v(ivi) f(ecerunt) s(ibi) et Senicionio / Sarturoni(s) (filio) et Vindrun(a)e par(entibus) et Sart(uronio) Tertiano fr[a]t(ri)
Übersetzung: Den Totengeistern (geweiht). Sarturonius Securus und Respectia Festa haben (das Grabmal) bei Lebzeiten für sich errichtet und für die Eltern Senicionius, Sohn des Sarturo, und Vindruna, sowie für den Bruder Sarturonius Tertianus.
Referenznr.: LUPA 2628
Zugehörige Highlights

