Grabinschrift, Zollfeld/Maria Saal
Zuordnung
Beschreibung
Die leicht bestoßene Grabinschrift nennt Quartus, den Sklaven eines römischen Bürgers mit Zunamen Caianus. Auch seine Frau Sisiu (norisch-keltischer Frauenname) wie auch der Sohn Tertullus waren wohl ebenso Sklaven desselben Herrn gewesen.
Caianus lässt sich wohl zu Ulbius Gaianus auflösen, dem inschriftlich bekannten praefectus vehiculorum. Folglich arbeitete Quartus wohl entweder im Büro des „Straßenhofrats“ in Virunum oder als Fuhrknecht, als iunctor iumentarri.
Der Titulus wurde auf den Äckern nördlich der sog. Prunnerkeusche (nächst dem Prunnerkreuz) freigelegt und war demnach vermutlich ein Teil eines Grabbaues, der entlang der Gräberstraße von Virunum stand. Ob der Sklave selbst finanziell für dieses Grabmal aufkommen konnte oder ob Patron und Diener sich eines teilten, ist ungewiss.
Datierung
100 - 150 n. Chr.
Material / Technik
Material: Marmor aus Tentschach
Maße
Objektmaß: 38 x 57 x 16 cm
Klassifikation
Inventarnummern
Lap. 416
Inschrift
Quartus Caiani / ser(vus) v(ivus) f(ecit) sibi et / Sisiuni con(iugi) / optim(a)e et / Tertullo fil(io) an(norum) XXV
Übersetzung: Quartus, Sklave des Caianus, hat bei Lebzeiten (das Grabmal) für sich und seine beste Gattin Sisiu sowie für den mit 25 Jahren verstorbenen Sohn Tertullus errichtet.
Referenznr.: LUPA 2914
Zugehörige Highlights

