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Grabstele, Spitalberg/Klagenfurt

Zuordnung
Beschreibung
Eine schmale, hohe Stele mit Aediculafassade bildet den Rahmen für die Grabinschrift. Den Giebel stützen schlanke, tordierte Halbsäulen mit hohen, reich profilierten Basen und korinthischen Kapitellen. Im Giebelfeld erscheint ein Adler mit ausgestellten Schwingen und einer Schlange in den Fängen in Vorderansicht, wohl ein Symbol der Apotheose des Verstorbenen. Oberhalb der Giebelschrägen ist jeweils ein Delfin mit einem Fisch im Maul angeordnet. Innerhalb der zuvor beschriebenen Einfassung steht die aufgrund des Raummangels mit zahlreichen Ligaturen (Verschmelzung zweier oder mehrerer Buchstaben) versehene Grabinschrift. Primus war Sklave des C. Veponius Praesens, eines Mannes einheimischer Herkunft mit römischem Bürgerrecht, dessen Gentilnamen aus dem keltischen Männernamen Vepo gebildet wurde. Die Frau Primula und die Kinder Firma und Insequens waren ebenso Sklaven dieses C. Veponius Praesens gewesen; die Bezeichnung der Mutter der Kinder als coniux (Ehefrau) ist unzutreffend, zeigt jedoch den durchaus lockeren Umgang mit rechtlichen Grundsätzen im privaten Bereich.
Datierung
Anfang 2. Jh. n. Chr.
Material / Technik
Maße
Objektmaß: 167 x 58 x 22 cm
Klassifikation
Inventarnummern
Lap. 270
Inschrift
Primus / C(aii) Veponi(i) / Pr(a)esentis ser(vus) / vi(v)us f(ecit) sibi et / Primul(a)e con(iugi) / et Firm(a)e f(iliae) an(norum) / XIIII et Insecu/venti f(ilio) an(norum) / XVIII Übersetzung: Primus, Sklave des C. Veponius Praesens, hat zu Lebzeiten (das Grabmal) für sich und die Gattin Primula sowie für die mit 14 Jahren verstorbene Tochter Firma und den mit 18 Jahren verstorbenen Sohn Insequens errichtet. Referenznr.: LUPA 1144
Standort
kärnten.museum
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